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Hundert Jahre Seipp –  100 Jahre Arne Jacobsen

Das Jahr 1902 markiert nicht nur die Geburtsstunde des Hauses Seipp auch der große dänische Architekt Arne Jacobsen wurde in diesem Jahr geboren.

Arne Jacobsen

Aus diesem Grund steht Seipp in Waldshut jetzt ganz im Zeichen dieses legendären Universaltalents. Für Sie eine prima Chance, seine zeitlosen Entwürfe einmal hautnah kennen zu lernen. Und dazu eine denkbar gute Gelegenheit, um einen echten Jacobsen zu erwerben.

Arne Jacobsen

Arne Jacobsen wurde im Februar 1902 in Kopenhagen geboren. Schon früh zeigte sich sein Talent zum Zeichnen und Malen. Er hatte eine klassische Ausbildung: nach der Realschule besuchte er 4 Jahre eine Technikerschule (1920 -1924). In den Ferienzeiten absolvierte er eine Maurerlehre Voraussetzung für die Aufnahme in die Architektenschule der Kunstakademie in Kopenhagen, die er in den Jahren 1924-27 besuchte. Ursprünglich wollte Arne Jacobsen Kunstmaler werden, doch wurde während der Zeit an der Kunstakademie seine Begeisterung für die Architektur geweckt. Bald fesselte ihn sein Architekturstudium voll und ganz.

Arne Jacobsen Architektur

Schon während der Zeit an der Kunstakademie wurde Arne Jacobsen von großen Architekten wie Le Corbusier oder den Bauhauslehrern Gropius und Mies van der Rohe beeinflusst. Unter anderem ist dieser Einfluss erkennbar im Haus der Zukunft von 1929. Der kreisrunde Bau ist teilweise zweigeschossig und hat ein Flachdach, was damals in Dänemark neu war. Dieses Gebäude erregte lebhafte Diskussionen in Fachkreisen wie in der Öffentlichkeit.

Arne Jacobsen1930 entstand das Rothenborg-Einfamilienhaus. Es wird von der Fachwelt als “bester Bau jener Zeit" gewürdigt. Einige von Jacobsens frühesten Möbeln stammen aus der Bautätigkeit für dieses Haus: Bei der Einrichtung seiner Bauten entwarf er stets neue Möbel, die in genauer Übereinstimmung mit der Formensprache der Architektur gestaltet wurden.
Anfang der 30er Jahre erhielt Jacobsen den Auftrag, das Bellevue-Gelände in Klampenborg zu bebauen. Er gestaltete ein ganzes Stadtviertel erst ein Strandbad, eine Wohnanlage und später das Theater mit dazugehörigem Restaurant. Er folgte mit diesen Bauten dem internationalen Funktionalismus, der typisch für die 30er Jahre war. Arne Jacobsen errichtete das Bellevue-Restaurant in zeitlosem Stil und mit kühnen Möbeln.

1943 musste Jacobsen wegen des Krieges flüchten. Er verbrachte zwei Jahre in Schweden. Hier begann er Stoff- und Tapetenmuster zu entwerfen. Er ließ sich inspirieren von Blumenfotografien und Eindrücken von Gärten und Landschaften. Zusammen mit seiner Frau Jonna, einer gelernten Stoffdruckerin, verwirklichte er mit großem Erfolg viele seiner Entwürfe.

Nach dem Krieg kehrte Jacobsen nach Dänemark zurück. Sein Schaffen der Nachkriegszeit war vor allem geprägt vom Einfluss Mies van der Rohes. In Großteilen übernahm Jacobsen dessen schlichte Formensprache. Die in den 50er Jahren entstandenen Gebäude zeichnen sich besonders durch große Schlichtheit und hohen Funktionalismus aus.

Arne JacobsenDie vorläufig letzte größere Arbeit im Bereich des sogenannten internationalen Konstruktivismus ist das SAS-Gebäude im Zentrum von Kopenhagen. Es ist sowohl Hotel wie auch Empfangsgebäude. Die Innengestaltung trägt die Handschrift Jacobsens. Er findet es ganz natürlich, dass er auch die Dinge, die im Inneren seiner Gebäude gebraucht werden, selbst entwirft. Das gilt für Möbel genau so wie für Beleuchtungskörper, Türgriffe oder Textilien. Für das SAS-Gebäude entstanden Sessel-Klassiker wie der Schwan oder das Ei. Auch Tisch- und Stehleuchten wurden eigens für das SAS-Royal-Hotel entworfen.

Arne JacobsenIn seinen späteren Jahren hat Jacobsen auch Projekte im Ausland realisiert. 1960 erhielt er den Auftrag einen Entwurf für das St. Catherine's College in Oxford auszuführen. Im Zuge dieses ersten grossen Auslandsprojektes entstand im Jahr 1964 der Oxford-Stuhl.

Arne Jacobsens Bedeutung liegt in seinem wohl einzigartigem Universaltalent er war Architekt, Designer, Stadtplaner, Landschaftsarchitekt und Künstler zugleich. Seine Entwürfe waren stets Gesamtkunstwerke. Er gilt auch als einer der letzten Souveräne der Gebrauchskunst er entwarf Standardtypen für alle Zweige der Gebrauchskunst, Bestecke, Service oder sonstige Alltagsgegenstände. Faszinierend ist, dass sämtliche seiner Entwürfe bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

Arne Jacobsen

Arne Jacobsens Möbelentwürfe sind unorthodox, die Möglichkeiten neuer Materialien reizten ihn besonders. Es war sein erklärtes Ziel, all seine Möbel industriell produzierbar zu machen, gleichzeitig aber auf handwerkliche Qualität nicht verzichten zu müssen. Das Modell der “Ameise" von 1952 ist ein klassisches Produkt dieses Denkens Sitz und Rückenlehne bestehen nur aus einem Stück formgepresstem Holz. Wie die “Ameise" gehört auch der Stuhl aus der “Serie 7" zu den bekanntesten Sitzmöbeln der Welt. Allein in Deutschland wurden davon seit den 50er Jahren 6 Mio. Stück verkauft.
Jacobsen wollte aus seinen Möbeln nie Kunst machen, sondern Gegenstände schaffen, die sowohl praktischen Nutzen haben als auch ästhetischen Ansprüchen gerecht werden. Vielleicht hat aber gerade das bewirkt, dass man seine Objekte als Kunst betrachtet.

Arne Jacobsens Lebenswerk genießt von Jahr zu Jahr wachsenden Respekt und zunehmende Bewunderung auf der ganzen Welt.