Charlotte Perriand

»Fräulein, wir sticken hier keine Kissen,« wimmelt Le Corbusier die junge Innenarchitektin 1927 ab. Selbstbewusst lädt Charlotte Perriand den großen Architekten zur Ausstellung »Salon d‘Automne« ein. Ihre moderne »Bar unter dem Dach« überzeugt ihn. Sofort wird sie in seinem Atelier zuständig für erste Möbelentwicklungen.

1929 wird die Kollektion mit großem Aufsehen vorgestellt – ihre Autoren: Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand. Ab 1937 arbeitet die Innenarchitektin im eigenen Studio, oft mit Jeanneret zusammen, später auch mit Jean Prouvé, dem Konstrukteur und Gestalter.

Auslandsreisen folgen. Als Beraterin des japanischen Industrieministeriums geht die Pariserin 1940 nach Japan und lebt bis 1946 in Indochina. Spätere Möbelentwürfe zeigen ihre Bewunderung für die asiatische Kultur. 1950 entwirft sie die Küche für Corbusiers »Wohnmaschine« in Marseille. Interieurs für Botschaften und Fluglinien folgen, die Umgestaltung des Genfer UNO-Sitzes (1959–69) und komplette Skistationen in Savoyen (1967–88); 1993 öffnet ein von ihr entworfenes Teehaus für die UNESCO in Paris.

Voller Elan zeichnet Charlotte noch mit 94 Jahren einen Tisch aus Holz und Stahl.

Erst wenn man alles analysiert, alles erforscht und verstanden hat, darf man anfangen zu phantasieren.

Charlotte Perriand
Charlotte Perriand
  • 1903 †1999 Paris
  • Studium: Innenarchitektur an der École de l‘Union centrale des art décoratifs Paris, Architektur-Praktikum im Atelier Le Corbusier und Pierre Jeanneret
  • 1930 Gründungsmitglied der UAM, der Vereinigung Moderner Künstler
  • Arbeitsbereiche: Architektur, Innenarchitektur, Möbeldesign, Designberatung
Regal Nuage, Design Charlotte Perriand, Cassina
Regal Nuage, Design Charlotte Perriand, © www.cassina.com

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